Position: Schule am MartinsbergProjekte › RESPEKT-Projekte

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Diakoniewerk
Martinsberg e.V.
Schule
am Martinsberg
Gartenstr. 25
95119 Naila

Tel: (09282) 9639-70
Fax: (09282) 9639-710
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Aktuelle Nachrichten aus unseren Einrichtungen:

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Diakoniewerks Martinsberg haben einmal wöchentlich die...

Wir stellen ein:

Pflegehelfer/innen

WILLKOMMENSKULTUR pflegen

Ab September 2015 startete die Klasse E8 mit der Lehrerin Marie-Luise Reif fächerübergreifend (Deutsch/Religion/Kunst/Wirtschaft) das Projekt: Wir heißen Asylsuchende willkommen

Dabei wurde sie von der Fachlehrerin Thea Wurzbacher und von Tobias Schütze, HPU tatkräftig unterstützt.

Die Schüler beschäftigten sich im Deutsch- und Religionsunterricht zunächst mit möglichen Problemen und Wünschen der Asylanten. Auch die Länder, aus denen die meisten Flüchtlinge zu uns kommen, wurden unterrichtlich behandelt.

Sie schrieben daraufhin einen Bitt-Brief an Nailaer Geschäftsleute mit Vorschlägen, was die Flüchtlinge gebrauchen könnten, brachten diesen persönlich bei den Geschäften vorbei und erzählten von ihrem Klassenprojekt. Viele Geschäftsleute sagten ihre Unterstützung zu und gaben uns großzügig Sachspenden für Kleinkinder, Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Die gespendeten Sachen wurden dann von den Schülern in Papiertaschen eingepackt. Eine bunte, in vielen Sprachen abgefasste Willkommenskarte wurde außen angeheftet.

Für die Kleiderkammer, zur Orientierung der Hilfsbedürftigen und zur Begrüßung der Flüchtlinge, wurden Texte verfasst, die später im Computerraum mit Google in verschiedene Sprachen übersetzt wurden.

Im Kunstunterricht wurden „Schmunzelsteine“ und Willkommenskarten für die Geschenktüten gestaltet.

Im Fach Wirtschaft recherchierten die Schüler Hilfsmöglichkeiten für Flüchtlinge und übersetzten ihre Willkommenstexte und die Regeln für die Kleiderkammer in Englisch, Französisch, Arabisch, Farsi, Kurdisch, Persisch,….

 

Projekt des Landesschülerrats: Aktion „Lebe Schule Respektvoll“

Kochen mit Flüchtlingen

Am 21. Juli 2015 kochten auf Initiative der Fachlehrerin Katja Rauch, der Heilpädagogischen Förderlehrerin Antje Keßler und der Jugendsozialarbeiterin an Schulen Anne Gremer die Schüler der Klasse E8 zusammen mit Flüchtlingen aus Rodeck landestypische Gerichte.

Trudi Wintoch aus Selbitz betreut ehrenamtlich die jungen Flüchtlinge im Alter von 14 bis 28 Jahren. Sie unterstützte uns im Vorfeld mit der Planung und übernahm auch das Abholen der Asylbewerber.

Mit einem Story Telling bei einem Wüstenfrühstück, das Schulleiterin Marie-Luise Reif ausrichtete erzählten die Gäste Geschichten aus ihrem Heimatland und die Geschichte ihrer Flucht. So sollen die Schüler für das Schicksal der Asylsuchenden sensibilisiert werden.

Frau Keßler überreichte jedem Gast ein T-Shirt mit dem Martinsberger Schul-Logo.

Anschließend planten alle gemeinsam die Speisen, die für das Mittagessen zubereitet werden sollten. Landestypische Gerichte sollten es sein! Außerdem musste man beachten, dass kein Schweinefleisch verwendet wurde. In Kleingruppen wurden nun Einkaufszettel zusammengestellt, nach denen dann im nahegelegenen KAUFLAND eingekauft wurde.

Nun wurde eifrig gekocht, die Tische in der Aula wurden gedeckt und mit Tischschmuck verschönert.

Mittags wurde dann ein reichhaltiges, sehr abwechslungsreiches, warmes Buffet aufgebaut und gemeinsam gegessen.

Ehrengäste waren der RESPEKT-Botschafter Bürgermeister Frank Stumpf, der Vorstandsvorsitzende des Trägervereins Karl Bayer und Albin Reif, der dieses Projekt gesponsert hat.

Nach einem gemütlichen Beisammensein und reger Unterhaltung spielten die Jugendlichen noch gemeinsam Fußball. Anschließend konnten sich alle im Schul-Schwimmbad noch duschen und erfrischen.

Aufbau einer Kleiderkammer für Flüchtlinge

Vor 31 Jahren gründete Marie-Luise Reif eine Schülerkleiderkammer, die überwiegend mit Sport- und Schwimmsachen für bedürftige Schüler bestückt war.

Da vermehrt Flüchtlinge in den Landkreis und in die Stadt Naila kommen, möchten wir als RESPEKT-Schule ein Vorbild sein für unsere Mitmenschen und den RESPEKT-Gedanken nach draußen in die Öffentlichkeit tragen.

Lehrkräfte und Schüler haben Räumlichkeiten im Keller der Schule gestaltet, sie sortieren Kleidung, reparieren Fahrräder und Kinderwägen.

Nach einem Aufruf in der Presse mit der Bitte um saubere, gut tragbare Kleidung wurden die gespendeten Sachen und die Schuhe nach Größen sortiert. In der Fahrrad-AG wurden Fahrräder und Kinderwagen repariert und wieder fahrtüchtig gemacht. Durch eine Kooperation mit der Nailaer Firma Leder Ziehr bekommen Flüchtlinge gebrauchte Koffer und Reisetaschen, damit sie ihre neuen Habseligkeiten abtransportieren können.

Unsere Schüler lernen Menschen aus anderen Ländern und Kulturkreisen kennen und versuchen, ihre Englisch-Kenntnisse anzuwenden.

Die Hilfsbereitschaft in der Schülerschaft und unter den Nailaern Bürgern ist sehr groß!

 

Wir (=die Flüchtlinge) brauchen Fahrräder, Kinderwägen und besonders Sachen für junge Familien und Schwangere. Wir nehmen ausschließlich saubere und ordentliche Sachen!

Die Schule am Martinsberg in Naila wird eine RESPEKT-Schule

Das private Sonderpädagogische Förderzentrum, Schule am Martinsberg in Naila führt schon viele Jahre lang verschiedene Einzelprojekte und Aktionen zum Thema Extremismus, Gewalt und sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen, Rassismus und Diskriminierung durch. Durch Fortbildungen zu diesen Themen durch Polizei, Mitarbeiter des Jugendamtes und andere Fachdienste bleibt das Kollegium immer auf dem neuesten Stand, um präventiv tätig zu werden. Auf dieser Grundlage wurde auch ein ausführliches Sicherheitskonzept für die Schule erstellt.

Mit unserem Schul-Projekt: „Kein Platz für Rassismus“ wurden in den Schuljahren 2013-14 und 2014-15 viele unterschiedliche Einzelprojekte und Aktionen gebündelt:

Der Fachlehrer für Werken, Peter Bernotat, fotografierte im Rahmen seiner Aktion „GESICHT ZEIGEN“ Schüler, Lehrer, Mitarbeiter der Schule und Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben. Ein kurzes Statement jedes einzelnen zu Rassismus, Diskriminierung und Gewalt wurde in einer Sprechblase notiert und zum Foto der jeweiligen Person mit auf das Plakat geklebt.

Er stellte mit Schülern im Werkunterricht große Bilderrahmen für die Plakate her und hängte sie im Eingangsbereich der Schule gut sichtbar auf.

Die Klasse E7 entwickelte mit ihrer Lehrerin Marie-Luise Reif ein Projekt gegen Rassismus, Gewalt, Faschismus und Diskriminierung. Alle Leute an der Schule wollen in Frieden leben und lernen, egal ob man eine andere Hautfarbe, Religion oder Sexualität hat. Der Zusammenhalt ist den Schülern sehr wichtig, Beleidigungen, Mobbing und Tätlichkeiten soll es nicht geben.

Sie organisierte zusammen mit Herrn Bernotat die Plakataktion „Gesicht zeigen“ und richtete ein großes Fest zur Anbringung des RESPEKT-Schildes für die gesamte Schule aus.

Am 16. Juli 2014 wurde nun mit einer Feier für alle 155 Schüler ein großes RESPEKT-Schild im Haupteingangsbereich befestigt um zu zeigen: Wir sind eine RESPEKT-Schule!

Zur Einstimmung wurde das Lied „NICHTS HÄLT DICH AUF“ der Band AZZIS MIT HERZ gespielt und das Video dazu gezeigt. Der Bürgermeister der Stadt Naila, Frank Stumpf erklärte sich bereit, RESPEKT-Botschafter für unsere Schule und für alle Schüler zu sein. Zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden des Trägervereins Martinsberg Karl Bayer, der Schulleiterin Marie-Luise Reif und dem 1. Schülersprecher Stephan Ebneth wurde das große RESPEKT-Schild im Haupteingang der Schule am Martinsberg mit 4 Schrauben befestigt.

Der Respektbotschafter Frank Stumpf legte den Schülern eindringlich nahe, friedlich und hilfsbereit zusammen zu leben und zu lernen. Er erzählte sehr gefühlsbetont und anschaulich von seiner Jugendzeit.

Der Vorstandsvorsitzende Karl Bayer betonte, dass die Grundhaltung aller Personen an einer evangelischen Schule christlichen Werten entsprechen solle. Es ginge nicht nur darum, sich gegen Rassismus und Gewalt zu positionieren, sondern auch um die Selbstverpflichtung zu einem respektvollen Umgang aller Menschen untereinander.

Schulleiterin Marie-Luise Reif führte aus, dass das Schild im Eingang ein sichtbares Zeichen für alle Besucher sein soll, dass wir respektvoll miteinander umgehen wollen und dass Intoleranz und Ausgrenzung bei uns an der Schule keinen Platz haben. Das Miteinander verschiedener Altersstufen, Hautfarben, Nationalitäten, Religionen usw. und das gegenseitige Verständnis für ein Anderssein sind für uns gelebter Alltag.

Nach dem Lied „KEIN PLATZ FÜR RASSISMUS“ der Band Iries Révoltes gab es für alle Anwesenden Getränke und süße und salzige Snacks. Anschließend ging es dann hinaus auf den Fußballplatz. Pünktlich zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 wurde der SaM-Cup, ein jährlich stattfindendes Schüler-Lehrer-Fußballturnier der Schule am Martinsberg, mit dem RESPEKT- Fußball ausgetragen.

Alle Lehrer und Schüler der Schule am Martinsberg „zeigten“ am jährlich stattfindenden Wiesenfestumzug in Naila „Gesicht“: Sie trugen ein großes buntes Plakat mit der Aufschrift „Die Schule am Martinsberg ist bunt“ dem Zug voran. Gestaltet wurde das Plakat vom Vertrauenslehrer Christian Karl zusammen mit der Klasse L5/6.

RESPEKT-Schule: Kein Platz für Rassismus und Gewalt!

Unsere Schule ist RESPEKT-Schule. Respektbotschafter ist unser Bürgermeister Frank Stumpf. Wir wollen achtsam sein im Umgang mit Andersdenkenden, Menschen mit anderer Hautfarbe, Religion, Bräuchen, Kleidung, Sprache, Behinderungen, Sexualität und vielem mehr.

Das neue Schullogo der Schule am Martinsberg gestaltet und entworfen von Schülern unserer Schule.